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Weihnachtslieder mit Text — die schönsten Klassiker

Stand: 26. Oktober 2026

Welche Weihnachtslieder sind die bekanntesten — und welche darf man frei singen? Diese Übersicht zeigt die schönsten deutschen Weihnachtslieder mit Entstehungsjahr und GEMA-Status, die gemeinfreien Klassiker mit vollständigem Text zum Mitsingen weiter unten. Für die Kita-Praxis siehe die Weihnachtslieder-Sammlung für den Kindergarten.

Welche Weihnachtslieder sind die bekanntesten?

Die bekanntesten deutschen Weihnachtslieder sind „Stille Nacht, heilige Nacht", „O Tannenbaum", „O du fröhliche", „Ihr Kinderlein, kommet" und „Leise rieselt der Schnee" — allesamt gemeinfrei und frei nutzbar. Das bekannteste moderne Weihnachtslied ist „In der Weihnachtsbäckerei" von Rolf Zuckowski, das jedoch GEMA-geschützt ist.

Die 12 schönsten Weihnachtslieder im Überblick

1. Stille Nacht, heilige Nacht

1818, Gruber / Mohr

Das weltberühmte Weihnachtslied aus Oberndorf — UNESCO-Kulturerbe, in über 300 Sprachen übersetzt.

gemeinfrei

2. O Tannenbaum

1824, Ernst Anschütz

Klassiker über den immergrünen Tannenbaum — eine der bekanntesten deutschen Weihnachtsmelodien.

gemeinfrei

3. O du fröhliche

1816, Johannes Daniel Falk

Feierliches Lied zur „gnadenbringenden Weihnachtszeit" — oft zum Abschluss des Gottesdienstes.

gemeinfrei

4. Ihr Kinderlein, kommet

1837, Schmid / Schulz

Lädt die Kinder zur Krippe ein — eines der beliebtesten Weihnachtslieder im Kindergarten.

gemeinfrei

5. Alle Jahre wieder

1837, Wilhelm Hey

Schlichtes, kindgerechtes Lied über die immer wiederkehrende Ankunft des Christkinds.

gemeinfrei

6. Leise rieselt der Schnee

1895, Eduard Ebel

Stimmungsvolles Winterlied über die stille, verschneite Weihnachtszeit.

gemeinfrei

7. Kling, Glöckchen, klingelingeling

19. Jh., Karl Enslin

Fröhliches Glöckchen-Lied — bei den Jüngsten besonders beliebt zum Mitsingen.

gemeinfrei

8. Süßer die Glocken nie klingen

19. Jh., Friedrich Wilhelm Kritzinger

Festliches Glockenlied zur Weihnachtszeit, auf eine alte thüringische Volksweise.

gemeinfrei

9. Morgen kommt der Weihnachtsmann

Hoffmann von Fallersleben

Vorfreude-Lied auf die Bescherung — zählt die ersehnten Geschenke auf.

gemeinfrei

10. Schneeflöckchen, Weißröckchen

19. Jh., Hedwig Haberkern

Zartes Winterlied, das die ersten Schneeflocken begrüßt — ideal für Krippe und Kindergarten.

gemeinfrei

11. Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen

1841, Hermann Kletke

Besinnliches Lied über den geschmückten, leuchtenden Weihnachtsbaum.

gemeinfrei

12. In der Weihnachtsbäckerei

1987, Rolf Zuckowski

Der moderne Weihnachtsklassiker für Kinder — fröhlich, erzählend, urheberrechtlich geschützt.

GEMA-pflichtig

Sind Weihnachtslieder GEMA-frei?

Fast alle klassischen deutschen Weihnachtslieder sind gemeinfrei, weil ihre Urheber länger als 70 Jahre tot sind („Stille Nacht" 1818, „O Tannenbaum" 1824, „O du fröhliche" 1816). Sie dürfen frei gesungen, aufgeführt und aufgenommen werden — auch in Kita, Schule und bei öffentlichen Feiern. GEMA-pflichtig sind nur moderne Weihnachtslieder, deren Urheber leben oder vor weniger als 70 Jahren verstorben sind, etwa „In der Weihnachtsbäckerei" (Rolf Zuckowski, 1987) oder internationale Hits wie „Last Christmas". Ein selbst erstelltes Weihnachtslied ist als Originalwerk immer GEMA-frei.

Personalisiertes Weihnachtslied mit dem Namen des Kindes

Statt „In der Weihnachtsbäckerei" ein eigenes Weihnachtslied, in dem der Name des Kindes oder der Gruppe vorkommt — GEMA-frei als Originalwerk, in ca. 3 Minuten als MP3 + Liedtext-PDF. Ideal für Weihnachtsfeier, Adventskreis oder als Geschenk.

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Weihnachtslieder-Texte zum Mitsingen

Stille Nacht, heilige Nacht

Stille Nacht, heilige Nacht!
Alles schläft, einsam wacht

nur das traute, hochheilige Paar.

Holder Knabe im lockigen Haar,

schlaf in himmlischer Ruh,

schlaf in himmlischer Ruh.

Stille Nacht, heilige Nacht!
Hirten erst kundgemacht,

durch der Engel Halleluja

tönt es laut von fern und nah:

Christ, der Retter, ist da,

Christ, der Retter, ist da!

Stille Nacht, heilige Nacht!
Gottes Sohn, o wie lacht

Lieb aus deinem göttlichen Mund,

da uns schlägt die rettende Stund,

Christ, in deiner Geburt,

Christ, in deiner Geburt.

Text: Joseph Mohr (1792–1848) · Melodie: Franz Xaver Gruber (1787–1863), 1818 · gemeinfrei · Quelle

O Tannenbaum

O Tannenbaum, o Tannenbaum!
Wie treu sind deine Blätter;

du grünst nicht nur zur Sommerzeit,

nein, auch im Winter, wenn es schneit.

O Tannenbaum, o Tannenbaum,

wie treu sind deine Blätter.

O Tannenbaum, o Tannenbaum,
du kannst mir sehr gefallen;

wie oft hat nicht zur Weihnachtszeit

ein Baum von dir mich hoch erfreut.

O Tannenbaum, o Tannenbaum,

du kannst mir sehr gefallen.

O Tannenbaum, o Tannenbaum,
dein Kleid will mir was lehren:

die Hoffnung und Beständigkeit

giebt Trost und Kraft zu jeder Zeit!

O Tannenbaum, o Tannenbaum,

dein Kleid will mir was lehren.

Text: Ernst Anschütz (1780–1861), 1824, nach August Zarnack (1777–1827) · Melodie: Volksweise · gemeinfrei · Quelle

O du fröhliche

O du fröhliche, o du selige,
gnadenbringende Weihnachtszeit!

Welt ging verloren, Christ ist geboren:

Freue, freue dich, o Christenheit!

O du fröhliche, o du selige,
gnadenbringende Weihnachtszeit!

Christ ist erschienen, uns zu versühnen:

Freue, freue dich, o Christenheit!

O du fröhliche, o du selige,
gnadenbringende Weihnachtszeit!

Himmlische Heere jauchzen Dir Ehre:

Freue, freue dich, o Christenheit!

Text: Johannes Daniel Falk (1768–1826), Strophen 2–3 Heinrich Holzschuher (1798–1847) · Melodie: Marienlied „O sanctissima“, überliefert · gemeinfrei · Quelle

Ihr Kinderlein, kommet

Ihr Kinderlein, kommet, o kommet doch all!
Zur Krippe her kommet in Betlehems Stall

und seht, was in dieser hochheiligen Nacht

der Vater im Himmel für Freude uns macht!

O seht in der Krippe, im nächtlichen Stall,
seht hier bei des Lichtleins hellglänzendem Strahl,

den lieblichen Knaben, das himmlische Kind,

viel schöner und holder, als Engelein sind.

Da liegt es, das Kindlein, auf Heu und auf Stroh,
Maria und Josef betrachten es froh;

die redlichen Hirten knien betend davor,

hoch oben schwebt jubelnd der Engelein Chor.

Manch Hirtenkind trägt wohl mit freudigem Sinn
Milch, Butter und Honig nach Betlehem hin;

ein Körblein voll Früchte, das purpurrot glänzt,

ein schneeweißes Lämmchen mit Blumen bekränzt.

O betet: Du liebes, Du göttliches Kind
was leidest Du alles für unsere Sünd’!

Ach hier in der Krippe schon Armut und Not,

am Kreuze dort gar noch den bitteren Tod.

O beugt wie die Hirten anbetend die Knie,
erhebet die Hände und danket wie sie!

Stimmt freudig, ihr Kinder – wer wollt sich nicht freun? –

stimmt freudig zum Jubel der Engel mit ein!

Was geben wir Kinder, was schenken wir Dir,
du Bestes und Liebstes der Kinder, dafür?

Nichts willst Du von Schätzen und Freuden der Welt –

ein Herz nur voll Unschuld allein Dir gefällt.

So nimm unsre Herzen zum Opfer denn hin;
wir geben sie gerne mit fröhlichem Sinn –

und mache sie heilig und selig wie Dein’s,

und mach sie auf ewig mit Deinem nur Eins.

Text: Christoph von Schmid (1768–1854) · Melodie: Johann Abraham Peter Schulz (1747–1800), 1794 · gemeinfrei · Quelle

Alle Jahre wieder

Alle Jahre wieder
Kommt das Christuskind

Auf die Erde nieder,

Wo wir Menschen sind;

Kehrt mit seinem Segen
Ein in jedes Haus,

Geht auf allen Wegen

Mit uns ein und aus;

Ist auch mir zur Seite
Still und unerkannt,

Daß es treu mich leite

An der lieben Hand.

Text: Wilhelm Hey (1789–1854), 1837 · Melodie: Friedrich Silcher (1789–1860), 1842 · gemeinfrei · Quelle

Leise rieselt der Schnee

Leise rieselt der Schnee,
Still und starr liegt der See,

Weihnachtlich glänzet der Wald:

Freue Dich, Christkind kommt bald.

In den Herzen ist’s warm,
Still schweigt Kummer und Harm,

Sorge des Lebens verhallt:

Freue Dich, Christkind kommt bald.

Bald ist heilige Nacht;
Chor der Engel erwacht;

Horch’ nur, wie lieblich es schallt:

Freue Dich, Christkind kommt bald.

Text: Eduard Ebel (1839–1905), 1895 · Melodie: Eduard Ebel oder Volksweise (Zuschreibung unsicher) · gemeinfrei · Quelle

Kling, Glöckchen, klingelingeling

Kling, Glöckchen, klingelingeling,
kling, Glöckchen, kling!

Lasst mich ein, ihr Kinder,

ist so kalt der Winter,

öffnet mir die Türen,

lasst mich nicht erfrieren!

Kling, Glöckchen, klingelingeling,

kling, Glöckchen, kling!

Kling, Glöckchen, klingelingeling,
kling, Glöckchen, kling!

Mädchen, hört, und Bübchen,

macht mir auf das Stübchen!

Bring euch viele Gaben,

sollt euch dran erlaben.

Kling, Glöckchen, klingelingeling,

kling, Glöckchen, kling!

Kling, Glöckchen, klingelingeling,
kling, Glöckchen, kling!

Hell erglühn die Kerzen,

öffnet mir die Herzen!

Will drin wohnen fröhlich,

frommes Kind, wie selig.

Kling, Glöckchen, klingelingeling,

kling, Glöckchen, kling!

Text: Karl Enslin (1819–1875) · Melodie: Benedikt Widmann (1820–1910), nach Volksweise · gemeinfrei · Quelle

Süßer die Glocken nie klingen

Süßer die Glocken nie klingen,
Als zu der Weihnachtszeit,

Ist, als ob Engelein singen

Wieder von Frieden und Freud’,

Wie sie gesungen in seliger Nacht!

Wie sie gesungen in seliger Nacht!

Glocken mit heiligem Klang,

Klingt doch die Erde entlang!

O wenn die Glocken erklingen,
Schnell sie das Christkindlein hört:

Thut sich vom Himmel dann schwingen,

Eilet hernieder zur Erd’.

Segnet den Vater, die Mutter, das Kind;

Segnet den Vater, die Mutter, das Kind;

Glocken mit heiligem Klang,

Klingt doch die Erde entlang!

Klinget mit lieblichem Schalle
Ueber die Meere noch weit,

Daß sich erfreuen doch Alle

Seliger Weihnachtszeit,

Alle aufjauchzen mit einem Gesang!

Alle aufjauchzen mit einem Gesang!

Glocken mit heiligem Klang,

Klingt doch die Erde entlang!

Text: Friedrich Wilhelm Kritzinger (1816–1890) · Melodie: Volksweise „Seht, wie die Sonne dort sinket“, seit 1841 in Thüringen überliefert · gemeinfrei · Quelle

Morgen kommt der Weihnachtsmann

Morgen kommt der Weihnachtsmann,
Kommt mit seinen Gaben.

Trommel, Pfeifen und Gewehr,

Fahn’ und Säbel, und noch mehr,

Ja, ein ganzes Kriegesheer

Möcht’ ich gerne haben!

Bring’ uns, lieber Weihnachtsmann,
Bring’ auch morgen, bringe

Musketier und Grenadier,

Zottelbär und Pantherthier,

Roß und Esel, Schaf und Stier,

Lauter schöne Dinge!

Doch du weißt ja unsern Wunsch,
Kennst ja unsre Herzen.

Kinder, Vater und Mama,

Auch sogar der Großpapa,

Alle, alle sind wir da,

Warten dein mit Schmerzen.

Text: August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798–1874), 1835 · Melodie: französisches Volkslied „Ah ! vous dirai-je, maman“, 18. Jh. · gemeinfrei · Quelle

Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen

Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen,
Wie glänzt er festlich, lieb und mild,

Als spräch’ er: wollt in mir erkennen

Getreuer Hoffnung stilles Bild.

Die Kinder stehn mit hellen Blicken,
Das Auge lacht, es lacht das Herz;

O fröhlich’, seliges Entzücken!

Die Alten schauen himmelwärts.

Zwei Engel sind hereingetreten,
Kein Auge hat sie kommen sehn,

Sie gehn zum Weihnachtstisch und beten,

Und wenden wieder sich und gehn:

„Gesegnet seid ihr alten Leute,
Gesegnet sei du kleine Schaar!

Wir bringen Gottes Segen heute

Dem braunen, wie dem weißen Haar.

Zu guten Menschen, die sich lieben,
Schickt uns der Herr als Boten aus,

Und seid Ihr treu und fromm geblieben,

Wir treten wieder in dies Haus!“ –

Kein Ohr hat ihren Spruch vernommen,
Unsichtbar jedes Menschen Blick,

Sind sie gegangen, wie gekommen,

Doch Gottes Segen blieb zurück!

Text: Hermann Kletke (1813–1886), 1841 · Melodie: Volksweise · gemeinfrei · Quelle

Häufige Fragen zu Weihnachtsliedern

Zu den meistgesungenen deutschen Weihnachtsliedern zählen „Stille Nacht, heilige Nacht", „O Tannenbaum", „O du fröhliche", „Ihr Kinderlein, kommet", „Leise rieselt der Schnee" und „Alle Jahre wieder". Das bekannteste moderne Weihnachtslied ist „In der Weihnachtsbäckerei" von Rolf Zuckowski.

Fast alle klassischen Weihnachtslieder sind gemeinfrei, weil ihre Urheber länger als 70 Jahre tot sind: „Stille Nacht" (1818), „O Tannenbaum" (1824), „O du fröhliche" (1816), „Ihr Kinderlein, kommet" (1837) und viele mehr. Sie dürfen frei gesungen, aufgeführt und aufgenommen werden. Moderne Lieder wie „In der Weihnachtsbäckerei" oder „Last Christmas" sind dagegen GEMA-geschützt.

Die vollständigen Texte der gemeinfreien Klassiker stehen auf dieser Seite unter „Weihnachtslieder-Texte zum Mitsingen“ — mit Dichter, Komponist und Quelle der Textfassung. Für geschützte Lieder wie „In der Weihnachtsbäckerei“ nennen wir nur Titel und GEMA-Status.

Adventslieder begleiten die vier Wochen vor Weihnachten und thematisieren das Warten und die Vorfreude („Wir sagen euch an den lieben Advent", „Macht hoch die Tür"). Weihnachtslieder gehören zum Fest selbst und besingen die Geburt Jesu und die Weihnachtsnacht („Stille Nacht", „O du fröhliche").

„In der Weihnachtsbäckerei" von Rolf Zuckowski (1987) ist das bekannteste moderne deutsche Weihnachtslied, besonders bei Kindern. Da es urheberrechtlich geschützt ist, ist es GEMA-pflichtig — bei öffentlicher Aufführung kann eine GEMA-Meldung anfallen.

Ja. Ein eigenes Weihnachtslied mit dem Namen des Kindes oder der Gruppe ist GEMA-frei (Originalwerk) und in ca. 3 Minuten als MP3 + Liedtext-PDF erstellt — Toniebox-tauglich, ideal für Weihnachtsfeier, Adventskreis oder als Geschenk.